Dezember 2009

 

Wann werden Weyher Wünsche wahr?

Es ist ja gerade die beste Zeit des Jahres für Wünsche aller Art. Und Stephan Joho hat einen großen Wunsch. "Bloß nicht wieder Vierter werden", hofft der Coach des Fußball-Landesligisten SC Weyhe. Und zur Winterpause sieht das auch gut aus: Sein Team, in den vergangenen beiden Spielzeiten jeweils auf Platz vier der Abschlusstabelle, liegt zurzeit punktgleich mit dem Spitzenreiter 1. FC Burg auf Rang zwei. Die Weyher sind bei ihrem "Projekt Aufstieg" also im Moment voll im Soll.  Trainer Joho und sein Mannschaftskapitän Daniel Engelhardt sind dementsprechend zufrieden mit der Hinrunde. "Nahezu optimal", fand Joho die Auftritte seiner Jungs, "sehr positiv", schwärmt auch Engelhardt. Nur zwei Partien stoßen dem Käptn und seinem Coach noch etwas bitter auf: Die unglückliche Niederlage gegen Vahr- Blockdiek und das Remis gegen Sparta Bremerhaven. "Sparta steht aber auch zu Unrecht soweit unten drin, die haben immerhin gerade Tura Bremen mit 5:1 geschlagen. Trotzdem war das Unentschieden natürlich ärgerlich", erklärt Joho. Noch ärgerlicher war die knappe 1:2-Pleite beim Vorletzten aus Vahr Blockdiek. "Da waren wir zwar sehr selbstsicher, aber dann haben wir schnell gemerkt, dass das nicht unser Tag war", erinnert sich Joho. Ansonsten halten sich die Negativerlebnisse beim SCW in Grenzen. 17 Spiele, davon zwölf Siege, drei Remis und nur zwei Niederlagen - das kann sich sehen lassen. Prunkstück der Weyher ist dabei ohne Frage ihre stabile und kompakte Defensive. Nur 17 Gegentreffer, dass ist Liga-Spitze. "Das ist unsere taktische Ausrichtung, wir versuchen, den Ball möglichst weit von unserem Tor fernzuhalten", erklärt der Coach. Diese Fleißarbeit nach hinten kostet Kraft, logisch. Kraft, die dann manchmal vorne fehlt - obwohl mit dem umgeschulten Torwart Gerrit Privenau der Torjäger der Liga für Weyhe aufläuft. Trotzdem sind 36 erzielte Treffer der Mannschaft nur ein mittelmäßiger Wert. Das entspricht aber Johos Philosophie. "Mir ist ein 1:0 eben lieber als ein 6:4. Man kann nicht nach 17 Spielen schon 30 Gegentore kassiert haben", findet er. Außerdem ist ein Trainer schließlich auch auf das, was oft mit dem unschönen Wort "Spielermaterial" beschrieben wird, angewiesen. Und die Stärken der Weyher Akteure sind nun mal Kompaktheit und Stabilität, es gibt beim SCW nicht den einen, alles überragenden Solisten. Segen und Fluchfür den Coach. "Sicher hätte man gerne auch einmal einen Spieler, der eine Partie im Alleingang entscheiden kann", gesteht er. Aber auf lange Sicht fährt man - und das weiß Joho natürlich - mit einem homogenen Team, das eben nicht von nur einem Genie abhängig ist, entschieden besser.  Es ist mittlerweile Johos drittes Jahr in Weyhe, der Dreijahresplan mit dem Ziel Aufstieg soll in dieser Saison aufgehen. "Die Konkurrenten sind auf alle Fälle Tura und Burg, dazu sehe ich noch Union und Sebaldsbrück. Die Liga ist generell sehr eng, da ist eine Vorhersage extrem schwer", so Joho.  Kapitän Engelhardt sieht es ähnlich. "Wir sind mit den Favoriten Burg und Tura auf Augenhöhe. Ich bin zwar Optimist, doch ich will die junge Mannschaft nicht durch eine Prognose jetzt schon unter Druck setzen", erklärt Engelhardt. Den dünnen Kader (19 Spieler, davon zurzeit zwei Verletzte) sehen übrigens weder Mannschaftsführer noch Trainer als Problem an. "Dadurch kommen fast alle auf ihre Einsatzzeit", findet Engelhardt. In der Winterpause sollen trotzdem noch Verstärkungen kommen. "Wir sind an je einem Spieler pro Mannschaftsteil dran", verrät Joho - ohne Namen zu nennen. Engelhardt wünscht sich noch einen Ersatztorwart, der angesprochene Ex-Keeper Privenau ist in der Offensive einfach unverzichtbar. "Daniel Denter ist ein super Rückhalt. Aber alleine für das Training wäre es besser, noch einen zweiten Torwart zu haben", findet er.  In der Winterpause wollen sie es sonst ruhig angehen lassen in Weyhe. "Wir haben eine gute Basis und können die Beine nach den anstrengenden letzten Wochen auch mal ein bisschen baumeln lassen", betont der Trainer. Wichtig wird der Rückrundenauftakt gegen denTabellenletzten Lehe-Spaden sein. Doch Joho ist sicher: "Ein Erlebnis wie gegen Vahr wird sich nicht wiederholen. Wir wissen, welche Fehler wir da gemacht haben." Und vielleicht ist er am Ende der Saison dann wunschlos glücklich.

Quelle: Die Norddeutsche

 

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