Mai 2011

 

DJK erstrahlt in meisterlichem Glanz

Für den Fußballkreis Bremen-Nord endet am diesem Wochenende eine weitgehend erfreuliche Saison

Bis Mittwoch noch waren mit dem Bremen-Ligisten SV Türkspor und dem Landesligisten SV Grohn zwei Herren-Mannschaften aus dem Fußballkreis Bremen-Nord mittendrin im Abstiegskampf. Doch dann löste sich die über Wochen anhaltende Spannung - und der Klassenerhalt war am vorletzten Spieltag geschafft. Der letzte Spieltag, der heute und morgen ausgetragen wird, ist somit nur noch ein Schaulaufen, denn auch in Sachen Meisterschaft und Aufstieg herrscht für die Nordbremer Vertreter in den Leistungsklassen längst Klarheit.  

Und unter dem Strich lässt sich feststellen, dass es sich für Bremen-Nord um eine gute Saison handelt - Tiefen natürlich inbegriffen. Für einen vielbeachteten Höhenflug sorgte in der Bremen-Liga die SG Aumund-Vegesack, die vom dritten Rang nicht mehr zu verdrängen ist. Trainer Kristian Arambasic spricht zurecht von einer "phänomenalen Saison" und ist heilfroh darüber, als wahrscheinlicher Dritter "auf dem Treppchen" gelandet zu sein. Mit diesem Abschneiden hat die SAV dem Blumenthaler SV, der als Fünfter über die Ziellinie gehen wird, den Rang als erste Kraft im Bremer Norden abgelaufen.
Nicht das Wort phänomenal, sondern "sensationell" wurde von Björn Reschke, dem Trainer des Bremen-Liga-Aufsteigers 1. FC Burg, häufig und gerne benutzt. Und auch das zurecht. Der Aufsteiger stand schließlich bei vielen als erster Abstiegskandidat auf dem Zettel. Weit gefehlt: Heute geht es nur noch darum, ob Burg Sechster oder Siebter wird. Das Sorgenkind in der Bremen-Liga war von Anfang an eher unerwartet der SV Türkspor. Erst im Endspurt mit dem auf der Ziellinie ebenfalls immer eifriger punktenden direkten Konkurrenten Melchiorshausen wurde der Klassenerhalt gesichert. Türkspor gewann gegen Wulsdorf, Melchiorshausen unterlag Brinkum - den Mannen von Erhan Koser war der drittletzte Rang sicher.
Klassenerhalt anstatt Aufstieg Ebenfalls mit einem Happy End im Abstiegskampf endete die Serie für den Landesligisten SV Grohn, der eigentlich zu den selbst ernannten Aufstiegsanwärtern zählte. Nach einer Negativserie nach der Winterpause wurde es für das Team von Juan Schrader immer enger, und erst das 4:0 gegen Sebaldsbrück am Mittwoch war der Befreiungsschlag. Der SV Grambke-Oslebshausen hat eine Saison mit sehr wechselhaften Phasen hinter sich und konnte sich nicht entscheiden, ob der Weg in höhere Regionen oder auch in den Abstiegskampf führen soll. Am Ende landete das Team von Frank Kandziora im Mittelfeld.
Besuch aus der Nachbarschaft bekommen der SV Grohn und der SV Grambke-Oslebshausen in der Spielzeit 2011/12 in der Landesliga: der TSV Lesum-Burgdamm hat den Aufstieg nach Startschwierigkeiten nämlich doch noch geschafft und schon vor zwei Wochen in trockene Tücher gebracht. Der Traum vom Meistertitel erfüllte sich jedoch nicht, den schnappte den Heidbergern der TSV Grolland weg.  
Die übrigen vier Nordbremer Vereine sind allesamt Mittelmaß und aktuell zwischen den Tabellenplätzen sechs und elf zu finden. Zwischenzeitlich gehörte die SG Marßel zu den Aufstiegskandidaten, wurde in der Rückrunde aber bis auf Platz acht durchgereicht. Der Blumenthaler SV II (Platz 6), die SG Aumund-Vegesack II (7.) und der SV Lemwerder (11.) machten im Laufe der Serie Bekanntschaft mit dem Abstiegsstrudel, befreiten sich aber allesamt früher oder später. Eine Doppelspitze aus Bremen-Nord bestimmte in der Kreisliga A das Geschehen: DJK Blumenthal und der SV Eintracht Aumund. Während DJK schon seit Wochen als Aufsteiger und Meister feststeht, zitterte sich Aumund nach einer Krise mehr oder weniger über die Ziellinie. Seit einer Woche steht fest, dass sich auch das Olthoff-Team künftig Bezirksligist nennen darf.

Die Serie stand aber ganz im Zeichen von DJK Blumenthal um Trainer Reiß. Im Liga-Alltag kannte das Team vom Burgwall nur eine Richtung - und das war oben. Mit 25 Siegen, zwei Unentschieden und zwei Niederlagen blickt DJK auf eine herausragende Bilanz, die morgen beim Vorletzten OT II noch aufgemotzt werden kann. Aber DJK war nicht nur im Punktspiel-Geschäft eine große Nummer, sondern auch im Pokal-Wettbewerb. Der A-Ligist spielte sich bis ins Viertelfinale und schied dort erst gegen den Bremen-Liga-Zweiten Bremer SV aus. "Der Aufstieg genießt oberste Priorität, der Pokal ist das Sahnehäubchen", erklärte Trainer Torben Reiß immer wieder und führte seine Mannen so frühzeitig ans Ziel. Wo viel Licht ist, ist aber auch etwas Schatten: der 1. FC Burg II tritt als Tabellenletzter den Weg in die Kreisliga B an.  
In der Kreisliga B und C lief es auch nicht so erfreulich für den Kreis Bremen-Nord. Mit dem SV Kurd (B) und Neurönnebecker TV (C) müssen zwei weitere Teams den Gang in die tiefere Spielklasse antreten.
Aumunder Frauen-Power Zum Abschluss ein Schwenk zum Frauen-Fußball. Hier setzte der SV Eintracht Aumund im Jahr der in Deutschland stattfindenden Frauen-Weltmeisterschaft ein Ausrufezeichen und schaffte den Verbandsliga-Aufstieg. Eine wichtige Entwicklung für den Frauen-Fußball in Bremen-Nord, denn seit Jahren spielte sich das Geschehen nur in der Landesliga (11er und 7er) ab. Nun deutet einiges auf eine Bündelung der Kräfte beim SV Eintracht Aumund hin.

Quelle: Die Norddeutsche

 

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