Februar 2012

 

Im zweiten Anlauf erste Wahl

Frank Seidler tritt beim 1. FC Burg im Sommer die Nachfolge des nach Blumenthal wechselnden Björn Reschke an.

Beim 1. FC Burg ist die Trainernachfolge des im Sommer zum Lokalrivalen Blumenthaler SV wechselnden Björn Reschke geklärt: Frank Seidler heißt der neue Mann, den Vereinsboss Dieter Stumpe präsentierte und der bereits der um den Klassenerhalt in der Fußball-Bremen-Liga kämpfenden Mannschaft vorgestellt wurde.
Von Jens PILLNICK Burg. Frank Seidler, 50 Jahre alt, verheiratet, drei Söhne und von Haus aus ein Tu- raner wird ab Sommer dieses Jahres die sportliche Verantwortung bei der ersten Herrenmannschaft des 1. FC Burg tragen. Ob in der Bremen-Liga oder der Landesliga - darüber lässt sich angesichts eines wohl lange andauernden Abstiegskampfes nur spekulieren. "Die Bremen-Liga wäre schön. Es ist leichter zwei oder drei Mannschaften hinter sich zu lassen als wieder aufzusteigen", drückt der gelernte Rohrinstallateur seiner künftigen Mannschaft, die seit dreieinhalb Jahren von Björn Reschke trainiert wird, im Kampf um den Klassenerhalt die Daumen.
Während sich der 1. FC Burg mit der Zugehörigkeit zur Bremen-Liga bereits an seinem Limit bewegt, steht Frank Seidler der Sprung nach oben bevor. Trainererfahrungen im Herrenbereich sammelte er vier Jahre lang bei Tura Bremen II und derzeit beim TV Bremen-Walle 1875. Bei Tura durchlief Seidler auch sämtliche Jugendmannschaften, spielte später bei AGSV, mit TuS Eintracht in der Verbandsliga und zum Abschluss bei SGO IV, danach stieg er im Jugendbereich ins Trainergeschäft ein. Nach eigenem Bekunden war er 2008, als Björn Reschke den Zuschlag erhielt, beim 1. FC Burg auch schon "mit im Pott" - mit rund vierjähriger Verzögerung kommt nun eine Zusammenarbeit zustande. "Er ist ein Insider der Szene, hat viele Kontakte und hat mich mit seiner Persönlichkeit überzeugt", erklärt Burgs Vereinsoberhaupt Dieter Stumpe, warum Frank Seidler diesmal erste Wahl ist.
Dass Frank Seidler in Burg kein leichtes Erbe antreten wird, das zeichnet sich ab. "Wir gehen davon aus, dass einige Spieler weggehen werden. Wir setzen auf die Jugend. Der gestandene Bremen-Liga-Spieler, der 500 oder 600 Euro haben will, wird nicht nach Burg kommen", gibt Dieter Stumpe die Richtung vor. Um ins alljährliche Wechselgeschehen eingreifen zu können, wünscht sich Seidler ein baldiges Gespräch mit der Mannschaft, um den Spielern die Perspektiven in Burg aufzeigen zu können. Mit Mirco Boltjes und Andy Boachie haben zwei Leistungsträger nach Seidlers Kenntnisstand bereits ihren Abschied verkündet, der oder die neuen Vereine haben allerdings noch keinen Vollzug vermeldet. "Es muss etwas passieren", weiß Seidler, dass Ersatz nötig ist, ganz besonders dann, wenn der Bremen-Liga-Klassenerhalt geschafft wird. Und davon geht der künftige Trainer aus: "Ich glaube daran." Da etwas passieren muss, wird Frank Seidler im März, April und Mai viel auf den Fußballplätzen unterwegs sein. Mit einem Status, den er so beschreibt: "Ich werde auf einigen Plätzen ein nicht gern gesehener Gast sein." "Ich hole die Medizinbälle raus"
Ob weiterhin in der Bremen-Liga oder in der Landesliga - Frank Seidler kündigt eine intensive Saisonvorbereitung an: "Die Spieler müssen fleißig sein. Sie erwartet eine harte Vorbereitung, da bin ich der Felix Magath." Und der 50-Jährige schiebt hinterher: "Ich hole die Medizinbälle raus." Ein richtig harter Hund also für eine Generation, bei der der Spaß im Vordergrund steht? "Zuckerbrot und Peitsche", relativiert Frank Seidler das aufgebaute Bild vom "Quälix". Der Neue kommt aber keineswegs als Messias daher. Weiß, dass ihn im höherklassigen Fußball auch Unerwartetes erwartet und spricht für sich persönlich von einem "kleinen Abenteuer". Ein Abenteuer, das er aber unbedingt wollte, aber die Gelegenheit vor dreieinhalb Jahren in Burg und auch bei seinem Heimatverein nicht bekommen hatte. Dass er jetzt in Burg gelandet ist, ist für den Gröpelinger alles andere als ein Kompromiss. Vielmehr eine "Herzensangelegenheit". Denn Frank Seidler ist schon lange ein Wegbegleiter des 1. FC Burg. Einst auf dem Schlackeplatz an Smidts Park, heute auf der schmucken Anlage am Sportpark Grambke. Aus dem Sympathisanten Frank Seidler wird im Sommer quasi der Trainer Frank Seidler: "Bewundernswert, dass der kleine Verein in der Bremen-Liga spielt."

Quelle: Die Norddeutsche

 

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