November 2012

 

Das Thema Rückzug ist vom Tisch

Seinen Humor hat er glücklicherweise noch nicht verloren. Die Frage, ob er Lust habe, über den TSV Wulsdorf zu sprechen, beantwortet Jörg Giesemann nämlich mit einem Lachen: „Spaß macht es eigentlich nicht.“ Ersparen kann man dem Trainer dieses Thema allerdings nicht. Über den TSV Wulsdorf muss gesprochen werden. Die Bremerhavener Fußballer sind derzeit die Schießbude der Bremen-Liga.
Erst am vergangenen Wochenende kassierte das Team von Jörg Giesemann eine 1:10-Niederlage gegen Union 60. Zuvor hatte es gegen Vatan Sport (0:15), den SV Türkspor (0:6) und den Brinkumer SV (1:16) herbe Pleiten gegeben. Was ist los beim TSV? Der Fairness halber sollte man vielleicht erwähnen, dass die Wulsdorfer schon mit unguten Gefühlen in die Saison gestartet waren. „Wir hatten im Sommer viele Leistungsträger verloren“, sagt Jörg Giesemann. Überwiegend junge Kicker sollten die arrivierten Kräfte ersetzen.
Es war klar, dass es eng werden könnte in dieser Spielzeit. Den Klassenerhalt traute der Trainer seiner Mannschaft nur „unter günstigsten Voraussetzungen“ zu. Immerhin lief es noch ganz ordentlich in den ersten Partien. Am zwölften Spieltag belegte der TSV Wulsdorf den zwölften Tabellenplatz. Nach dem Sieg über den FC Burg (3:2) gelang sogar ein Erfolg im Prestige trächtigen Nachbarschaftsderby gegen den OSC Bremerhaven (4:2).
„Den Bruch gab es im Spiel gegen Lehe-Spaden“, sagt Günter Frese, der Abteilungsleiter des TSV. Nur eine Woche nach dem Erfolg gegen den OSC lief es gegen den Neuling nicht annähernd so gut wie gedacht. Die 0:1-Niederlage wurde aber noch übertroffen von zwei Roten Karten für den TSV: Adem Kapici und Florian Beck leisteten sich Tätlichkeiten und mussten zu Recht gehen. „Keine bösartigen Sachen, aber völlig unnötig“, so Giesemann. Eine Woche später in Brinkum flog auch noch der Torwart vom Platz und leitete damit die erste richtige Klatsche in dieser Saison ein: Bereits nach 22. Minuten trat Marco Theulieres nach, und weil er durch einen Feldspieler ersetzt werden musste, war der Weg frei für den Brinkumer SV.
Da kam also eines zum anderen – aber es kam noch schlimmer. Bei Vatan mussten nicht nur die drei gesperrten Spieler, sondern auch diverse beruflich bedingte Ausfälle ersetzt werden. Mit einer aus der alten Herren verstärkten Mannschaft gelang nicht viel. „Und jetzt sind die Jungs so verunsichert“, sagt Giesemann. Natürlich dachte er schon ans Aufgeben, auch der Rückzug der Mannschaft wurde im Verein erwogen.
„Aber das ist vom Tisch, wir spielen das durch“, sagt Frese. Beim TSV Wulsdorf haben sie die Hoffnung noch längst nicht aufgeben. Nach und nach kehren jetzt nämlich die gesperrten Spieler zurück. Am Sonntag (14 Uhr) beim TuS Schwachhausen wird Adem Kapici wieder dabei sein, Beck und Theulieres folgen in den kommenden Wochen. Sie werden sich rehabilitieren wollen, davon geht man in Wulsdorf aus. „Und dann wollen wir bis zur Winterpause durchhalten und uns verstärken“, sagt Jörg Giesemann, der aber gleichzeitig befürchten muss, dass der eine oder andere Spieler den Verein verlässt: „Das kann tatsächlich passieren, es sind ja immer noch welche dabei, die Interesse wecken.“
Der TSV-Trainer weiß jedoch, dass er in dieser Lage positiv denken muss. Das gilt auch für die Situation in der Liga. „Die Abstände sind nicht so groß, dass man es nicht mehr packen könnte“, sagt Giesemann. Die fünf Niederlagen in Folge haben noch nicht den Anschluss gekostet. Sollte der TSV in die Spur zurückfinden und ein paar Punkte holen, dann gibt es bald auch wieder etwas zu lachen in Wulsdorf.

Quelle: WESER KURIER

 

 

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