Juli 2013

 

Noch lange nicht satt

„Wer weiß. Wunder gibt
es immer wieder,
gerade im Pokal.“
Buntentor-Trainer Holger Kreyenhop
Trotz des Triples haben die Fußballerinnen des ATS Buntentor noch Ziele: In dieser Saison soll endlich der Sprung in die Regionalliga gelingen. Und dann gibt es da ja auch noch die 1. Runde im DFB-Pokal der Frauen.
„Die Premierensaison mit dem Gewinn des Triples abzuschließen hat mich schon sehr überrascht“, sagt Holger Kreyenhop und kann sich ein Lächeln nicht verkneifen. Mit ihm als Trainer haben die Fußballerinnen des ATS Buntentor im vergangenen Jahr alles gewonnen, was es zu gewinnen gab: Den Meistertitel in der Verbandsliga Bremen, den Lotto-Pokal und den Hallencup.
Doch ganz so erfolgreich endete die Saison für den Jupp Heynckes von Buntentor dann doch nicht: Der Aufstieg in die Regionalliga misslang. In den Relegationsspielen verlor der ATS daheim unglücklich mit 1:2 gegen DuWo Hamburg und deutlich mit 0:4 beim SV Henstedt-Ulzburg. „Die Enttäuschung war natürlich groß, besonders bei der Heimniederlage“, sagt Kreyenhop. „Doch wir blicken nach vorne und sind hoch motiviert, in der nächsten Saison den Aufstieg zu schaffen“. Ähnlich denkt auch seine Torhüterin Sarah Ruhe: „Zu verlieren ist immer ärgerlich, doch gerade im Spiel gegen Henstedt-Ulzburg hat man den Klassenunterschied erkennen können. Das gilt es zu ändern“.
Vor einem Jahr übernahm Kreyenhop die erste Damenmannschaft des ATS. Schon damals war es sein Ziel, das Team in die Regionalliga zu führen. Doch dazu musste zuerst die Meisterschaft geholt werden, was schließlich mit Bravour gelang. Mit 18 Siegen aus 18 Spielen beendete das Team die Saison ohne Punktverlust. Hinzu kam das beeindruckende Torverhältnis von 97:6-Toren. Doch der 40-Jährige sieht noch Verbesserungsmöglichkeiten.
„Bei den sechs Gegentoren waren einige unnötige dabei und auch vorne hätten wir mehr Tore erzielen können.“ Mit weniger Gegentoren hätte sich Torhüterin Ruhe ebenfalls zufriedengegeben. „Sechs Tore insgesamt zu kassieren ist nicht schlimm, doch man ärgert sich nach dem Spiel schon“, sagt die 18 Jahre junge Mannschaftsführerin. Ihre Teamkolleginnen sind jedenfalls regelrecht gierig darauf, die ohnehin schon beeindruckende Bilanz in der neuen Saison noch zu verbessern.
Zwar befinden sich die Spielerinnen in der Sommerpause, doch einige können es nicht erwarten gegen den Ball zu treten. Einmal in der Woche treffen sie sich und gehen kicken, bevor es Ende Juli mit dem Trainingslager in der Sportschule Lastrup wieder offiziell losgeht. Hier absolviert der ATS einige Testspiele gegen regionale Mannschaften, aber auch gegen namhafte Gegner wie den BV Cloppenburg. Am 28. August steht dann der letzte Härtest gegen die Regionalligavertretung von Werder Bremen II auf dem Programm.
Dies wird für die Neuzugänge Merle Liebs, Sara Jobe und Maria Kleinfeld eine nicht alltägliche Partie. Sie sind allesamt von den Grün-Weißen zum ATS gewechselt und freuen sich, gegen ihre alten Mannschaftskameradinnen spielen zu dürfen. Insgesamt wird Kreyenhop acht neue Gesichter zum Trainingsauftakt begrüßen: „Alles Topspielerinnen, die ich seit langem kenne. Ich freue mich sehr darüber, dass sie sich für uns entschieden haben“.
Demgegenüber stehen die Abgänge von zwei Leistungsträgerinnen: Sarah Meyer und Anne Radetzky werden das Team verlassen, da sie für ihr Studium ins Ausland gehen. „Natürlich sind die zwei nur schwer zu ersetzen, doch ich denke, unsere Neuen werden das schon schaffen“, sagt Kreyenhop. In die neue Auflage des Lotto-Pokals gegen den 1. FC Burg steigt der Titelverteidiger erst am Sonntag, 29. September, ein. Vorher steigt am 1. September jedoch bereits ein echtes Highlight: Die erste Runde im DFB-Pokal. Als Sieger des Lotto-Pokals sind die Bremerinnen als Gastgeber gesetzt. Gegner wird in jedem Fall eine Bundesliga-Mannschaft sein. Erfahrung mit Profiteams hat das Team bei mehreren Pokalteilnahmen zuvor bereits gemacht. Im letzten Jahr gab es eine deftige Klatsche: Gegen das Erstligateam vom FF USV Jena verlor der ATS mit 0:13. Doch Kreyenhop ist guter Dinge, dass sich solch ein Ergebnis nicht wiederholen wird. Dafür sei der Kader in diesem Jahr zu stark.
„Wer weiß. Wunder gibt es immer wieder, gerade im Pokal“, sagt der 40-Jährige mit einem Augenzwinkern. Sarah Ruhe sieht die Chancen ihres Teams ähnlich realistisch: „Eigentlich haben wir hier nichts zu gewinnen. Es geht mehr darum, Erfahrungen zu sammeln, sich zu verbessern und den Moment zu genießen.“ Verbessern, das wollen sich alle beim ATS, damit in dieser Saison der große Wurf gelingt. Und wer weiß, vielleicht erreicht Kreyenhop mit ihnen im zweiten Anlauf das große Ziel Aufstieg. Auch Jupp Heynckes gewann die Champions League mit den Bayern erst bei der zweiten Finalteilnahme.

Quelle: Nordost

 

 

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