Juli 2013

 

Der Fluch des Elfmeterschießens

Der Fußball-Bremen-Ligist SG Aumund-Vegesack kann nicht Elfmeterschießen: Die 5:6-Schlappe der Nordbremer gegen den Aufsteiger aus der Landesliga, SV Grohn, im Rahmen des Finales der Sportwoche der TuSG Ritterhude (wir berichteten) bedeutete bereits die siebte Niederlage in einem Elfmeterschießen in Serie. In der gesamten Amtszeit von SAV-Coach Kristian Arambasic, der nun auch schon in die vierte Saison bei den Grün-Weißen geht, hat Vegesack noch kein Elfmeterschießen für sich entschieden.
Noch nie hat ein Klub drei Auflagen der Ritterhuder Sportwoche in Folge gewonnen. Die SG Aumund-Vegesack hätte also mit einem Finalsieg bei der 27. Auflage der Veranstaltung für eine Premiere gesorgt. Kristian Arambasic nahm die Pleite aber gelassen auf: „Immerhin haben schon mal vier Schützen bei mir getroffen. Das ist schon eine Steigerung. Dass Daniel Mulert den Pfosten trifft, ist Pech.“ Selbst Abdullah Basdas, der beim 4:0 im Halbfinalmatch gegen den Blumenthaler SV noch mit einem an Muhamed Hodzic verschuldeten Strafstoß an Daniel Anders gescheitert war, verwandelte seinen Elfmeter eiskalt. Für den stärksten Spieler des zweiten Semifinals wäre es das dritte Turniertor gewesen. Dann hätte sich Basdas die Torjägerkrone mit Konstantinos Katsanos vom SV Grohn teilen können.
Abdullah Basdas holte seinen verpassten Treffer später nach, indem er im Halbfinale ein herrliches Zuspiel von Muhamed Hodzic zum 2:0 verwertete. Basdas und Hodzic drückten dem Nordderby gegen Blumenthal mit ihrer spielerischen Extraklasse ihren Stempel auf.
Die Freude über den gehaltenen Elfmeter währte nicht mal 30 Sekunden. Als die Kicker von Coach Björn Reschke noch ihren Keeper feierten, landete eine abgefälschte Flanke von Ferdi Kök bei Adrian Felis, der aus 20 Metern die SAV-Führung herstellte. Kristian Arambasic will künftig kein Elfmeterschießen üben: „Solch eine Stresssituation kann man nicht trainieren. Es fängt schon damit an, dass man seinen Namen hört, wenn man zum Punkt geht.“
Starker Chwiendacz
Im Spiel um Platz drei kehrte Gastspieler Patrick Chwiendacz bei den Blumenthalern in die Startelf zurück. Der linke Verteidiger vom FC Oberneuland befindet sich noch auf der Suche nach einem Regionalliga- oder Oberligaverein. Solange er den nicht gefunden hat, hält er sich bei den Burgwall-Kickern fit. Blumenthals Co-Trainer Michel Lapenna, der beim 2:0-Sieg im Spiel um Platz drei über den 1. FC Burg Björn Reschke auf der Bank vertreten hat, wäre aber gar nicht so unglücklich, wenn es mit einem höherklassigen Verein nichts wird und Chwiendacz in Blumenthal bleibt: „Patrick hat seine Sache sehr gut gemacht und ordentlich Kommandos gegeben. Er würde unserer Mannschaft gut zu Gesicht stehen.“
Michel Lapenna lobte auch noch seinen Abwehrchef Jakob Günther: „Er hat unserer Abwehr Sicherheit verliehen. Dies war zuletzt unsere Schwachstelle.“ Günther kann aber wegen seiner Schichtarbeit nicht regelmäßig am Training und an den Spielen teilnehmen.
Burgs Trainer Frank Seidler war trotz der Schlappe gegen den Ligarivalen nicht enttäuscht: „Wir haben in fußballerischer Hinsicht sicher noch Luft nach oben. Bis zum 0:1 haben wir jedoch gut dagegengehalten. Insgesamt stehen uns aber nicht die personellen Möglichkeiten eines Blumenthaler SV oder einer SG Aumund-Vegesack zur Verfügung. Deshalb waren wir auch im dritten Spiel innerhalb von nur drei Tagen platt.“ Dessen Co-Trainer Kai Ubben freut sich aber bereits auf die 28. Auflage des Spektakels: „Ritterhude hat immer erstaunlich viele Zuschauer. Es herrscht eine tolle Atmosphäre hier.“
Den 6:5-Finalsieg über die SG Aumund-Vegesack verdankte der SV Grohn nicht zuletzt auch seinem herausragenden Torwart Malte Vollstedt. Grohns Trainer Malte Jaskosch wollte dessen Vorstellung aber nicht überbewerten: „Malte hat das gemacht, was ich von ihm erwartet habe. Gegen eine Mannschaft wie Aumund-Vegesack kann man nur gewinnen, wenn das ganze Team stark spielt. Dazu gehört dann eben auch eine starke Torhüterleistung.“ Sein Gegenüber Kristian Arambasic hob die tolle kämpferische Darbietung des Aufsteigers hervor: „Grohn hat hervorragend gefightet und deshalb auch nicht unverdient gewonnen.“ Er trauerte den zahlreichen Großchancen hinterher, die seine Riege nicht zum ersten Mal ausgelassen hat: „Wir hätten unsere Chancen in den 60 Minuten besser nutzen müssen.“
Ohne den Elfmeter, den Wladislaw Pfeiffer ziemlich unnötig am äußersten Rand des Strafraums gegen Abdullah Basdas verursacht hatte, wäre der Vorjahressieger aber vermutlich gar nicht mehr zum Ausgleich gekommen. Nach seinem verschossenen Elfer am Vortag verzichtete Basdas darauf, erneut anzutreten. In der ersten Halbzeit hatte Referee Michel Haupt noch beide Augen zugedrückt, als Mahmut Cicek Aumunds Ferdi Kök elfmeterreif gefoult hatte (25.).
Der Neuzugang des SV Grohn, Konstantinos Katsanos, hatte einen doppelten Grund zur Freude. Er fuhr nicht nur den Turniersieg ein, sondern strich auch noch eine Sonderprämie in Höhe von 50 Euro für den besten Torschützen ein. Sein Coach Malte Jaskosch war an seinem entscheidenden dritten Turniertor nicht ganz unbeteiligt: „Ich habe ihm gesagt, dass er zum zweiten Pfosten gehen soll.“ So stand der frühere Aktive des SVGO Bremen bei der Flanke von Alexander Krail goldrichtig.

Quelle: Die Norddeutsche

 

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