Mai 2013

 

Immer eine besondere Herausforderung

 

 

 
 
„Wir bringen auch im Training schon Taktik mit ein.“
VSK-Trainer Frank Müller
Jürgen Grimm trainiert bereits seit 2009 zusammen mit drei anderen Betreuern die Handicap-Mannschaften des VSK. Gemeinsam organisieren sie das Training, fahren zu Turnieren, leben und lieben ihren Sport. Auch Werte wie Teamgeist und Fairness zu vermitteln, ist ihnen wichtig. Das Training unterscheidet sich kaum von dem anderer Mannschaften, schließlich müssen die Spieler auch Technik und Taktik beherrschen.
Die Integration in den Marktkauf-Cup freut Grimm besonders: „Das ist ein großer Fortschritt, dass man anerkennt, dass es eben Menschen mit Einschränkungen gibt.“ Veranstaltungen wie diese sind für auch für ihn eine besondere Herausforderung: „Man weiß nie, was auf einen zukommt.“ Darunter auch Situationen wie diese: So hörte nach einem Gegentor plötzlich ein Akteur auf zu spielen und setzte sich an den Rand. Beim Marktkauf-Cup waren neben zwei VSK-Teams auch die Inklusions-Mannschaft von Werder Bremen, OSC Bremerhaven, TSV Achim sowie der Paul-Goldschmidt-Schule dabei.
Es war alles andere als ein perfekter Auftakt für den 16. Marktkauf-Cup für Jugendfußballer. „Wir haben mit den Trainern abgesprochen, dass wir das Turnier ganz normal starten“, sagte Organisator Ralf Strömer nach den G-Jugend-Spielen. Der Grund für die Aufregung? Das Wetter.
VON MALTE DEGENER
Osterholz-Scharmbeck. Während jede Bezirksliga-Mannschaft vor dem strömenden Regen beim Start des Jugend-Turniers am Pfingstsonnabend womöglich geflüchtet wäre, machte es den G-Junioren überhaupt nichts aus. Sie waren nass, der Platz war rutschig – aber die Jungs hatten sichtlich ihren Spaß.
Im Finale trat Vorjahressieger SVGO Bremen gegen den TSV Dannenberg an. Das spannende Spiel entschied die SVGO letztendlich nach 9-Meter-Schießen für sich. Im Spiel hatten beide Mannschaften viele Torchancen, doch die Torhüter wussten sie zu vereiteln. Pünktlich zur Siegerehrung setzte auch der Regen aus. Gut gelaunt waren alle Mannschaften, schließlich nahm jeder Spieler mindestens einen Pokal und einen Ball mit nach Hause. „Es geht hauptsächlich um den Spaß“, meint VSK-Trainer Jannes Grimm. Mit einem Lächeln fügt er hinzu: „Aber wir gewinnen natürlich gerne..“
Deutlich mehr auf Erfolg aus sind die F-Junioren. Am Sonnabendnachmittag spielten sie um den Titel. Dabei nahm der Siegesehrgeiz schon einen sehr viel höheren Stellenwert ein. Nach den Spielen um die einzelnen Platzierung flossen bei nicht nur einem Spieler die Tränen.
„Wir bringen auch im Training schon Taktik mit ein“, erläutert Trainer Frank Müller. ,Sein‘ VSK Osterholz-Scharmbeckschaffte es letztendlich ins Finale, verlor das Spiel aber gegen den SV Rot-Weiß Scheeßel. Trotzdem: Bei beiden Mannschaften merkten die Zuschauer, dass die Fußballer hier schon deutlich mehr Erfahrung haben.
Das zeigte sich übrigens auch beim „Opel-Pulling“. Hier mussten die Mannschaft einen Kleinwagen über eine Strecke von rund 100 Metern ziehen und dabei auch noch Bälle in den Kofferraum befördern. „Es ist interessant zu sehen, wie die Mannschaften das machen“, kommentierte Fred Meyer das Gewusel. Der Geschäftsführer vom Autohaus Meyer in Pennigbüttel stellt dem VSK bereits seit Jahren Fahrzeuge für das „Pulling“ zur Verfügung. „Man merkt den Spielern den Spaß richtig an“. Am Sonnabend kann der SV Pennigbüttel gleich zweimal das Pulling für sich entscheiden.
Am Sonntag kamen dann die E-Junioren zum Zug und die Handicapper. Zeitgleich starteten die Mannschaften. E-Jugend und Inklusionsteams spielten nebeneinander auf zwei Plätzen. „Das ist ein großer Fortschritt, dass man anerkennt, dass es eben Menschen mit Einschränken gibt“, findet Jürgen Grimm. Er trainiert die Handicap-Mannschaften des VSK. Einer seiner Spieler ist Timo: Er spielt bereits mehrere Jahre Fußball, war auch schon bei einigen Turnieren dabei. Ob ein Sieg für ihn wichtig ist? „Wir gewinnen 6:0!“, rief er beim Anpfiff vom Spielfeldrand. Dass der Gegner Werder Bremen hieß, beeindruckte Timo nicht. Das wusste auch Jennifer Brendecke, die Werders Inklusions-Mannschaft mit trainiert: „Die kennen sich alle untereinander, da spielt das keine Rolle mehr.“
Bei der Siegerehrung strahlten alle.. Auf den ersten Platz wartete ein McDonald‘s-Gutschein, den bei der E-Jugend Gastgeber VSK Osterholz-Scharmbeck absahnte. Bei den Handicapper verteidigte der OSC Bremerhaven den Titel vom Vorjahr. Und wieder gab es für jeden Pokale und Sachpreise. Zum Abschied dankte Ralf Strömer noch den vielen Sponsoren, die den VSK über Jahre hinweg bei dem Turnier unterstützen. Die Mannschaften fuhren am Ende glücklich nach Hause. Es waren auf jeden Fall zwei kurzweilige Tage für den Fußballer-Nachwuchs.
Selbstbewusste Kampfansage an Werder
16. Marktkauf-Cup: Handicapper des VSK Osterholz kennen keine Angst vor großen Namen
16. MARKTKAUF-CUP
G-Junioren: 1. SVGO Bremen, 2. TSV Dannenberg, 3. SV Pennigbüttel, 4. SV Lilienthal-Falkenberg, 5. FC Osterholz, 6. VSK Osterholz-Scharmbeck I, 7. TuSG Ritterhude, 8. VSK Osterholz-Scharmbeck II
F-Junioren: 1. RW Scheeßel, 2. VSK U8, 3. TSV St. Jürgen, 4. VSK Osterholz-Scharmbeck I, 5. SV Aschwarden, 6. ASV Ihlpohl, 7. SVGO Bremen, 8. SV Lilienthal-Falkenberg, 9. 1. FC Burg, 10. SV Pennigbüttel
E-Junioren: 1. VSK Osterholz-Scharmbeck I, 2. SVGO Bremen, 3. SG Beverstedt, 4. 1. FC Burg, 5. VSK Osterholz-Scharmbeck U10, 6. TSV Lesum-Burgdamm, 7. VSK Osterholz-Scharmbeck II, 8. SV Lilienthal-Falkenberg, 9. SV Aschwarden, 10. TuSG Ritterhude
Handicapper: 1. OSC Bremerhaven, 2. TSV Achim, 3. Paul-Goldschmidt-Schule, 4. VSK Osterholz-Scharmbeck II, 5. SV Werder Bremen, 6. VSK Osterholz-Scharmbeck I
 
Quelle. Wümme - Zeitung

 

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