Mai 2013

 

Chance auf großes Geld

Der Pokal-Wettbewerb des Bremer Fußball-Verbands geht in die entscheidende Phase: Heute finden in Borgfeld und Melchiorshausen die beiden Halbfinalspiele statt – die Sieger benötigen dann nur noch einen weiteren Erfolg, um die lukrative erste Runde des DFB-Pokals zu erreichen.
Am Ende geht es um den Einzug ins Endspiel des Bremer Lotto-Fußballpokals. Doch für die Trainer Mike Barten (TSV Melchiorshausen) und Kristian Arambasic (SG Aumund Vegesack) sind die heutigen Halbfinalspiele (18.45 Uhr) auch eine Reise in die Vergangenheit. Schließlich saßen die beiden schon auf der Bank des jeweiligen Gegners. Zum Wiedersehen treten sie allerdings unter ganz unterschiedlichen Voraussetzungen an.
Während Barten mit Melchiorshausen als klarer Außenseiter in das Heimspiel gegen den FC Oberneuland geht, reist die SAV von Arambasic als großer Favorit zum SC Borgfeld. „Alles andere als ein Sieg wäre eine große Enttäuschung“, sagt der Nordbremer denn auch. Allerdings weiß Kristian Arambasic durchaus, zu welchen Leistungen der Gegner imstande ist. In der Spielzeit 2009/2010 hatte er Borgfeld ja noch trainiert, ehe seine Zusage bei der SAV für Ärger sorgte und seinen vorzeitigen Abschied einleitete.
„Ich kenne noch viele Spieler dieser Mannschaft, sie haben nichts zu verlieren und werden uns das Leben schwer machen“, sagt der Trainer. Trotzdem: Die SG Aumund-Vegesack kletterte dank des 3:0- Erfolgs gegen das aktuelle Topteam Werder III an die Spitze der Rückrundentabelle der Bremen-Liga. Wer so gut drauf ist, darf sich gegen einen Bezirksligisten eigentlich keinen Ausrutscher erlauben auf dem Weg ins Finale am 20. Mai. Die Borgfelder wissen das, und sie wollen es erneut zu ihren Gunsten nutzen. „Wir stehen mit dem Rücken zur Wand, aber das hatten wir im Pokal ja schon ein paar Mal“, sagt Co-Trainer Holger Meyer.
Mit dem Bremer SV und dem 1. FC Burg warf Borgfeld schon zwei Bremen-Ligisten aus dem Wettbewerb. Im Viertelfinale musste sich die LTS Bremerhaven nach Elfmeterschießen im Wümme-Stadion geschlagen geben. Damals war der SC Borgfeld allerdings noch besser aufgestellt. Zuletzt saß nur noch ein angeschlagener Spieler auf der Bank. Angesichts der vielen Verletzten werden gegen die SAV vier A-Jugendliche im Kader stehen.
Mit seiner „besten Elf“ will Trainer Kadir Pakkan beim TSV Melchiorshausen antreten. Es ist ja bekannt: Der FCO benötigt den Pokalsieg und das damit verbundene Ticket zum nationalen Wettbewerb aus finanziellen Gründen dringend. Schließlich decken die Einnahmen aus der ersten Runde des DFB-Pokals seit ein paar Jahren einen Teil des Regionalliga-Etats. Für Experimente ist da kein Platz. „Dieses Spiel kann man nicht wiederholen“, sagt Pakkan und fordert „Konzentration über 90 Minuten“. Die möchte Mike Barten im Duell mit seinem ehemaligen Verein (2008 und 2009 bis 2011) auch von seinem Team sehen.
Dass der Landesligist gegen den zwei Klassen höher spielenden Gegner nur wenig Chancen hat, ist dem Fußballlehrer allerdings klar: „Es wird nicht viel zu holen sein, wir haben eigentlich keine Chance.“ Also wird Mike Barten den Schwerpunkt auf den einmaligen Charakter der Partie legen. Schließlich steht der TSV Melchiorshausen – wie Borgfeld auch – erstmals im Halbfinale des Bremer Pokalwettbewerbs. „Wir sehen dem Spiel mit größter Freude entgegen und wollen Spaß haben“, sagt der Trainer des Außenseiters. Seine Zeit beim FCO Oberneuland weckt dagegen eher weniger positive Assoziationen. Barten: „Ich habe die Aufgabe damals als Chance angesehen, hätte mich im Nachhinein allerdings anders entscheiden sollen – dort war kein ruhiges Arbeiten möglich.“

Quelle: WESER - KURIER

 

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