Mai 2013

 

Die Gefahr lauert im Elfmeterschießen

Die SG Aumund-Vegesack hat die Eintrittskarte für das Lotto-Pokal-Finale des Bremer Fußball-Verbandes am 20. Mai um 16 Uhr in Obervieland bereits in der Hand und muss sie quasi nur noch abstempeln lassen. Und genau das will der Bremen-Ligist heute ab 18.45 Uhr erledigen, wenn er beim zwei Klassen tiefer angesiedelten SC Borgfeld zum Halbfinale aufläuft.
Genau diese Rollenverteilung macht den Fußball-Pokalwettbewerb so reizvoll. Underdog SC Borgfeld empfängt heute um 18.45 Uhr auf dem Platz am Wümmedeich den hoch favorisierten Bremen-Ligisten SG Aumund-Vegesack zum Halbfinale. Favoritensturz oder Pflichterfüllung? Fast alles spricht im Vorfeld für die SAV, die endlich einmal Pokalglück hatte und dem Bremer SV und FC Oberneuland – er tritt zeitgleich beim Landesligisten TSV Melchiorshausen an – aus dem Weg gegangen ist. Die SAV ist in der Bremen-Liga die Mannschaft der Stunde und der Rückrunde, legte mit zuletzt neun Siegen und einem Remis eine beeindruckende Serie hin, die die Nordbremer auf den zweiten Platz katapultierte. Kostproben gefällig: Am vergangenen Wochenende wurde Spitzenreiter Werder Bremen III mit 3:0 bezwungen, am Wochenende davor der Bremer SV – ebenfalls mit 3:0. „Wir haben einen Lauf“, sagt Trainer Kristian Arambasic. Einen Lauf, der natürlich auch im Pokal keinen Zwischenstopp einlegen soll.
„Wir können uns jetzt die Krone auf eine tolle Rückrunde setzen und dürfen unsere Chance nicht durch Überheblichkeit wegwerfen. Der Profibereich zeigt ja immer wieder, was da alles möglich ist“, mahnt Arambasic zu höchster Aufmerksamkeit. Und „Aramba“ kennt natürlich die diesjährige Pokal-Historie des SC Borgfeld, die genauso einmalig ist wie der Vorstoß ins Semifinale. Drei der vier Partien gewann Borgfeld im Elfmeterschießen, eliminierte dabei auch die Bremen-Ligisten Bremer SV und Burg mit 8:7 (2:2) beziehungsweise 4:3 (1:1) aus dem Wettbewerb. „Sie werden versuchen, sich mit einem 0:0 oder 1:1 über die 90 Minuten ins Elfmeterschießen zu retten“, erwartet der SAV-Trainer einen Gegner, der sich „einigeln und mit Mann und Maus verteidigen wird“. Den 13-fachen Bezirksliga-Torschützen Christof Blanke hat Arambasic als denjenigen auf der Rechnung, der vorne auf Fehler lauern wird.
Elfmeterschießen hat der SC Borgfeld übrigens laut Trainer Thomas Altmaier nicht trainiert. „Das können wir ja“, schmunzelt er und denkt an die Entscheidungen gegen den Bremer SV, 1. FC Burg und die Leher TS zurück. Das Phrasenschwein will der Coach nicht füttern und gibt schlicht und einfach folgende Marschroute gegen die SAV aus: „Wir müssen kämpfen wie die Löwen, um die SAV ins Stolpern zu bringen.“ Für Kristian Arambasic ist die Partie nicht nur wegen seiner möglichen ersten Endspielteilnahme eine besondere, sondern auch, weil er erstmals in einem Pflichtspiel an seine ehemalige Wirkungsstätte zurückkehrt. Nach einer per Handschlag erfolgten Zusage beim SC Borgfeld für die Saison 2010/11 hatte Arambasic ein Angebot der SAV angenommen und war daraufhin bereits Anfang März 2010 im Unfrieden von seiner Aufgabe entbunden worden.
Ein Kapitel, das für Arambasic heute keine Rolle mehr spielen wird, auch weil der Vorstand des SC Borgfeld mittlerweile ein anderes Aussehen hat. Aber etliche seiner damaligen Spieler sind noch an Bord, und Arambasic ist sich sicher, dass die „Motivation riesengroß sein wird“. Er beschreibt den Bezirksliga-Fünften als eine Mannschaft, die über das Wir-Gefühl kommt und Kräfte entwickeln kann. Stärken, die aber auch die SAV, die nur auf Johannes Metschuck verzichten muss, in der Rückrunde demonstriert hat – und das eben zwei Klassen höher. Alles andere als ein SAV-Sieg in den normalen 90 Minuten wäre also eine Überraschung. Alles andere als ein Elfmeterschießen aus Sicht des SC Borgfeld statistisch betrachtet allerdings auch. Genau diese Konstellation macht den Pokalwettbewerb so reizvoll.

Quelle: Die Norddeutsche

 

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