Mai 2013

 

Traum von der DFB-Pokal-Hauptrunde lebt

„Im Finale sind wir dann der SC Borgfeld.“
SAV-Trainer Kristian Arambasic
Der Weg war beschwerlich, doch das Ziel ist erreicht: die SG Aumund-Vegesack steht nach dem 4:2 (3:1)-Sieg beim SC Borgfeld im Lotto-Pokal-Finale des Bremer Fußball-Verbandes. Dort streitet die SAV am Pfingstmontag (16 Uhr, Stadion Obervieland) mit dem klassenhöheren Regionalligisten und Lotto-Pokal-Abonnementsieger FC Oberneuland um den Einzug in die DFB-Pokal-Hauptrunde, der mit einer Garantiesumme von rund 100 000 Euro verbunden ist.
Mit dem Einzug in das Endspiel um den Lotto-Pokal des Bremer Fußball-Verbandes hat Bremen-Ligist SG Aumund-Vegesack ein Stück Vereinsgeschichte geschrieben. Ob ein weiteres Kapitel hinzukommt entscheidet sich am 20. Mai (Pfingstmontag) ab 16 Uhr im Stadion Obervie-land, wenn die Mannschaft um Trainer Kristian Arambasic die Rolle wechselt und gegen den alljährlichen Favoriten FC Oberneuland, der den Landesligisten TSV Melchiorshausen mit 3:1 aus dem Weg räumte, als Außenseiter aufläuft.
Bis dahin darf geträumt werden. Und genau das macht Trainer Kristian Arambasic auch und gibt es offen zu: „Der Traum geht weiter. Der Traum von der Kugel, die im Aktuellen Sportstudio gezogen und den Namen SG Aumund-Vegesack beinhaltet.“ Davon, in den Lostopf der Großen auf deutscher Ebene – der DFB-Pokal-Hauptrunde – zu kommen, ist die SAV noch einen Schritt entfernt. Einen langen zugegebenermaßen, doch es gab schon ganz andere Konstellationen, aus denen der Underdog triumphierend hervorging.
Und letztlich ist es genau diese Konstellation, die der SAV offensichtlich viel besser schmeckt, als die Favoritenbürde mit sich herumzuschleppen. Denn die erwies sich in der Bremen-Liga in der Hinrunde als eine viel zu schwere. Erst als den Regionalliga-Ambitionen offiziell eine Absage erteilt wurde, starteten die Nordbremer durch, schöpften ihre Möglichkeiten trotz eines stark geschrumpften Kaders voll aus (Arambasic: „Im Winter sind einige Störfeuer beseitigt worden“) und schafften mit neun Siegen und einem Remis in Serie einen in dieser Dimension nicht für möglich gehaltenen Turnaround. Und sind plötzlich nicht mehr die von der Konkurrenz mit Hohn bedachten Größenwahnsinnigen, sondern die Hauptdarsteller in einer Erfolgsgeschichte. Beim Amateur-Hallenturnier belegten sie den zweiten Platz, in der Bremen-Liga katapultierten sie sich auf Rang zwei vor und im Lotto-Pokal stehen sie im Finale.
Dass der Finaleinzug kein Spektakel war störte SAV-Trainer Kristian Arambasic („Wir haben gegen zwölf Mann gespielt. Die Schiedsrichterleistung war eine Frechheit.“) nicht. Vielmehr verteilte er Streicheleinheiten an seine zuletzt stark belasteten Spieler: „Die Jungs sind stehend K.o. Sie haben zuletzt viel Laufarbeit geleistet und waren sehr konzentriert.“ So war die erkennbare Freude über den Finaleinzug auch nur von kurzer und lautstarker Dauer. „Die waren selbst zum Feiern zu müde“, stellte Arambasic fest und wunderte sich über diesen Seitenhieb seines Trainerkollegen Thomas Altmaier: „Sie jubeln schon ganz schön darüber, dass sie einen Bezirksligisten geschlagen haben.“ Eine Aussage, die Arambasic nervte: „Der Jubel hatte nichts mit Borgfeld zu tun, sondern mit unserem Kraftakt und dem Finaleinzug.“
Ab sofort heißt es für die SAV nun, die Kräfte zu bündeln und den Fokus ganz auf den 20. Mai zu richten, um dem FC Oberneuland im Finale einen heißen Tanz liefern zu können. Kein leichtes Unterfangen, denn Arambasic weiß, dass seine Spieler auch in den anstehenden Derbys beim Blumenthaler SV (am morgigen Sonnabend) und gegen den 1. FC Burg (kommenden Dienstag) nichts verschenken und ihre Topposition in der Liga verteidigen wollen.
„Im Finale sind wir dann der SC Borgfeld“, beschreibt der SAV-Trainer die Ausgangslage und verteilte ein Lob an den Halbfinalgegner: „Ich habe großen Respekt vor der Mannschaft. Sie ist über sich hinausgewachsen.“ Und genau das will auch die SAV, der Arambasic auf dem Papier eine 30:70-Außenseiterrolle einräumt, am Pfingstmontag auch schaffen. Damit der Traum, dass im Aktuellen Sportstudio eine Kugel mit dem Vereinsnamen SG Aumund-Vegesack gezogen wird, in Erfüllung geht.

Quelle: Die Norddeutsche

 

 

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