April 2015

„Erstes Jahr ist wirklich schnell vergangen“

Ein Jahr leitet Holger Franz bereits die Geschicke des Fußball-Kreises Bremen-Nord. Mit dem 45-jährigen Nordbremer Vorsitzenden unterhielt sich Olaf Schnell.
Wie schnell die Zeit vergeht?
Holger Franz: Das erste Jahr im Amt ist wirklich rasend schnell vergangen. Aber wir haben hier in Bremen-Nord gemeinsam viele gute Dinge auf den Weg bringen können.
Haben Sie den Umzug mit Ihrer Geschäftsstelle in das Gustav-Heinemann-Bürgerhaus bereut?
Überhaupt nicht, unsere neue Geschäftsstelle ist wie angedacht der Mittelpunkt unserer Aktivitäten geworden. Die Nordbremer Vereinsvertreter schauen regelmäßig bei uns vorbei. Meine engagierten ehrenamtlich tätigen Mitarbeiter aus dem Kreisjugend- und dem Kreisschiedsrichterausschuss kümmern sich nicht nur um ihre eigentlichen Arbeiten, sondern stehen den Vereinen auch noch öfter als zuvor mit Rat und Tat zur Seite.
Nennen Sie positive und negative Erlebnisse in den vergangenen zwölf Monaten?
Positiv für mich ist, dass alle Mitarbeiter den neu eingeschlagenen Weg mitgegangen sind. Zwei freiwillig ausgeschiedene Mitarbeiter konnten wir mit Michael Salamon und Heinrich Marschollek, der sich in Kürze ausschließlich um den Nordbremer Schulfußball kümmern wird, hervorragend ersetzen. Negativ für mich ist die zunehmende Gewalt auf den Plätzen gegen unsere Schiedsrichter. Zuletzt wurde einem unserer Unparteiischen im Punktspiel SAV III gegen Neurönnebeck per Faustschlag ein Zahn ausgeschlagen. Die Strafe für den Neurönnebecker Übeltäter kann da aus meiner Sicht nicht hoch genug ausfallen.
Was war das Highlight?
Highlights gab es einige. Unsere Kreis-Turniere (Jugend am 1. Mai, Senioren Ü40 & Ü50 im August) erfreuen sich weiterhin großer Beliebtheit. Erfreulicherweise konnten wir einige Sponsoren wie die Volksbank Bremen-Nord, Pensum Personaldienstleistungen sowie den Malereibetrieb Ahlers langfristig für die Unterstützung dieser Events gewinnen. Der erste Schnuppertag für Schulen im September 2014 war ein sehr guter Erfolg. Wir freuen uns schon auf die zweite Veranstaltung am 27. Juni in Grohn. Bezüglich der Verbesserung der Infrastruktur unserer Sportanlagen freut es mich, dass am Burgwall derzeit neue Umkleiden entstehen und auch der TSV Lesum-Burgdamm bald neue Räumlichkeiten im Ihletal bekommt. Bis auf die Umkleiden in Farge und Vegesack sieht es bei uns in Nord diesbezüglich doch recht erfreulich aus, da hat die Politik samt Sportamt aus meiner Sicht doch in den letzten Jahren einen guten Job gemacht.
Ist es ein Nachteil, als SAV-Mitglied Nordbremer Fußball-Boss zu sein?
Nein, derzeit nicht. Bei möglichen Interessenskonflikten wie zum Beispiel bei der Gründung des Jugendfördervereins Bremen durch die SAV, Lesum und Grohn ohne die Einbindung des derzeitigen Marktführers Blumenthaler SV halte ich mich vereinstechnisch raus. Als Kreisvorsitzender habe ich da aber eine klare Meinung. Alle Bremen-Norder Klubs sollten bei dieser wichtigen Förderung des Jugend-Fußballs in Bremen-Nord mit einbezogen beziehungsweise mitgenommen werden, was derzeit leider nicht der Fall ist.
Sind Sie mit der Entwicklung im Nachwuchsbereich zufrieden?
Wir haben ein leichtes Plus an Mannschaftsmeldungen verzeichnen können. Gerade im G-Jugend-Bereich (drei bis sechs Jahre) läuft es gut. Zur Fair-Play-Liga, die in Kürze startet, haben sich zehn Teams angemeldet. Im letzten Jahr waren es lediglich vier Teams. Bezüglich der Forderung und Förderung unserer leistungsstarken Jugendmannschaften bis zur U13 streben wir eine engere Zusammenarbeit mit dem Kreis Bremen-Stadt an. Eine U11-Mannschaft zum Beispiel, die in Nord mangels leistungsstarker Gegner jedes Spiel 10:0 gewinnt, muss nach Möglichkeit eine Alternative in einer entsprechenden Staffel in Bremen-Stadt bekommen. Davon würden alle profitieren. Die guten Teams könnten wieder an einem leistungsgerechten Spielbetrieb teilnehmen, die noch nicht so guten Mannschaften könnten sich gegen gleichstarke Teams ohne hohe Niederlagen weiterentwickeln. Wir sind da in sehr guten Gesprächen. Ich denke, zur neuen Saison wird das entsprechend dem Auftrag des Verbandstages 2013 zur Strukturreform umgesetzt werden können. Losgelöst davon können wir zudem stolz auf das bisherige Abschneiden der U19 des Blumenthaler SV in der Regionalliga sein.
Und wie sieht es bei den Schiedsrichtern aus?
Wir haben im Herbst und jetzt just im Frühjahr wieder zwei Lehrgänge im Bürgerhaus angeboten, die gut besucht waren. Unterm Strich können wir mit der Anzahl unserer exakt 132 aktiven Unparteiischen zufrieden sein. Mit Sven Jablonski haben wir seit dem letzten Sommer einen Referee in der 2. Bundesliga am Start. Das ist ein sehr guter Beweis für die exzellent geleistete Arbeit im gesamten Bremer Schiedsrichterbereich in den letzten Jahren. Nicht zufrieden bin ich derzeit mit der Ausbildung bezüglich Futsal. Diese Vorgabe des DFB-Masterplanes ist eine der wichtigen Aufgaben unseres Kreisschiedsrichterausschusses um Volker Seekamp für dieses Jahr, da haben wir noch gehörig Luft nach oben.
Welche Ziele haben Sie sich gesetzt?
Der Kreis Bremen-Nord ist auf einem sehr guten Weg, den wir weiter fortsetzen werden. Den wichtigen Dialog mit den Vereinen werde ich weiter intensivieren, mit dem Ziel, dass unsere Projekte wie zum Beispiel der Schnuppertag für Schulen zukünftig noch besser frequentiert werden. Die Anzahl der einem Verein angehörigen Kinder und Jugendlichen soll zumindest konstant bleiben, das ist im Zeitalter von Playstation & Co. keine einfache Aufgabe für uns und unsere zwölf Vereine.
Zur Person: Holger Franz (45) lebt in Bremen-St. Magnus. Das SAV-Mitglied begann 1979 mit dem Fußballsport beim 1. FC Burg und gehört seit 2000 der SAV und dem Vorstand des Bremer Fußball-Verbandes an und schnürt – wenn es seine Zeit und die Gesundheit zulassen – seine Fußballschuhe für die Ü40 der SG Aumund-Vegesack. Ein sportliches Highlight des Diplom-Ingenieurs war zuletzt der Gewinn des Triples mit der SAV Ü40 im Jahre 2013 – Bremer Meister auf dem Großfeld, auf dem Kleinfeld und in der Halle.

Quelle: Die Norddeutsche

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