April 2015

Der Teamgeist soll es richten

Beim ruhmreichen SV Grambke-Oslebshausen schrillen die Alarmglocken. Nach drei deftigen Niederlagen in Folge steht der Fußball-Landesligist auf einem Abstiegsplatz. Doch Trainer Patrick Sieler ist zuversichtlich, die Klasse zu halten. Seit gestern Abend hat er freilich eine weitere Aufgabe zu schultern. Die SVGO-Fußballsparte wählte ihn zum neuen Abteilungsleiter und damit Nachfolger von Marco Humann.
Als Patrick Sieler im November 2014 das Traineramt beim Landesligisten SV Gramke-Oslebshausen von Torsten Plikat übernahm, wollte er nach eigenen Worten das Abstiegsgespenst an der Sperberstraße schnell vertreiben. Damals rangierte der SVGO Bremen als Tabellendreizehnter zwei Punkte vor einem Abstiegsrang. Marco Humanns Begründung für Plikats Entlassung seinerzeit: „Wir mussten etwas tun, um den Absturz zu verhindern und einen Kurswechsel herbeizuführen.“
Das ist ganz und gar nicht gelungen, lautet die nüchterne Bilanz heute. Und dafür gibt es Ursachen. Manager Humann und sein bisheriger Stellvertreter Sieler, den er zum Cheftrainer beförderte, hatten schon vor der Winterpause große Unruhe und Unzufriedenheit in der Mannschaft ausgemacht. Ausgelöst aufgrund der Größe des Kaders von 30 Spielern, von denen stets die Hälfte nicht zum Einsatz kam. Hinzu kam eine schlechte Trainingsbeteiligung in der Winterpause. Etliche Akteure scheuten vor allem die Laufeinheiten, konditionelle Probleme waren die Folge.
„Wir haben deshalb in der Winterpause den Umbruch und Neuanfang beschlossen“, sagt Sieler und meint mit „wir“ sich selbst und Marco Humann. Der Kader des Landesligisten wurde auf 22 Akteure reduziert, etliche Nachwuchskräfte erhielten eine Chance. Geblieben aber sei der „alte starke Kern“ um Mannschaftskapitän Marco Grahl, unterstreicht Patrick Sieler. Und auf diesen Kern setzen die Verantwortlichen beim SV Grambke-Oslebshausen nun vor allem ihre Hoffnungen.
Weil nach der Zäsur noch längst nicht alles rund läuft in der Mannschaft, beschwört Sieler den Teamgeist. Der sei jetzt mehr denn je gefragt, um die Klasse zu halten. Noch sind zehn Spiele in der Landesliga zu absolvieren, können 30 Punkte gewonnen werden. Doch die jüngsten vier Niederlagen in Folge gegen den 1. FC Burg (2:3), den FC Borgfeld (0:5), gegen SFL Bremerhaven (1:6) und OT Bremen (1:6) haben erneut Ängste und Verunsicherung ausgelöst. Allerdings auch eine Trotzreaktion, wie nach einem intensiven Krisengespräch verlautete. Nach dem Motto: Von den 30 Punkten sollen etliche vom SVGO Bremen eingesackt werden. Nach der Pleite gegen OT Bremen seien viele Dinge angesprochen und hoffentlich aus der Welt geschaffen worden, sagt Marco Humann, der gestern Abend auf der Jahreshauptversammlung der Fußballsparte sein Amt als Abteilungsleiter niederlegte. Er sei nach fünf Jahren ehrenamtlicher Arbeit, die auch auf Kosten des Familienlebens gingen, einfach müde und platt, erklärte Humann.
Der 40-Jährige will seinem Nachfolger aber weiter beratend zur Seite stehen. Und Sieler (33) will trotz zusätzlicher Verantwortung versuchen, den Absturz in die Bezirksliga, die man 2010 als Aufsteiger verlassen hatte, zu verhindern. Die nächste Gelegenheit, das Konto von 17 mageren Punkten zu verbessern, besteht am morgigen Sonntag ab 16 Uhr beim ATSV Sebaldsbrück. Gegen die Sebaldsbrücker konnte der SVGO Bremen mit 3:1 im Hinspiel einen seiner bislang fünf Saisonsiege erringen.

Quelle: Die Norddeutsche

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