April 2015

Ein ziemlich heißer Hühnerhaufen

Jetzt sind sie plötzlich dran. Weil die Fußballer des ESC Geestemünde zuletzt nur einen Punkt aus zwei Spielen gewannen, beträgt der Abstand des SC Borgfeld auf den Landesliga-Zweiten nur noch drei Zähler. „Wir haben das registriert“, sagt Fridtjof Persch, der SCB-Kapitän. Die unerwartete Enge an der Spitze weckt Begehrlichkeiten in Borgfeld – jetzt geht es plötzlich um den Aufstieg. „Vor der Saison wären wir sicher mit dem dritten Platz zufrieden gewesen, aber nun wollen wir den zweiten Platz und hoch in die Bremen-Liga“, sagt Persch.
Die Ausrutscher des ESC spielten dabei natürlich eine Rolle. Niemand hatte erwartet, dass Geestemünde gegen TuSpo Surheide (3:3) und den SC Vahr-Blockdiek (1:2) am vergangenen Wochenende Punkte verlieren würde. Aber Fridtjof Persch sieht noch einen weiteren Aspekt als ziemlich günstig an: das Restprogramm des Konkurrenten aus Bremerhaven. Bereits am kommenden Spieltag muss der ESC beim Spitzenreiter antreten. Nach dessen Spiel bei der BTS Neustadt „könnten wir den zweiten Platz schon erreicht haben“, vermutet der Borgfelder Kapitän. Doch selbst, wenn es nicht reichen sollte: Geestemünde hat noch einige Spiele vor der Brust, die sich gut für weitere Punktverluste eignen. Nach dem Spitzenspiel wird es angesichts der Gegner DJK Blumenthal (11.), SVGO (14.) und 1. FC Burg (12.) zwar wieder etwas ruhiger. Die letzten drei Partien des ESC Geestemünde haben es aber in sich. Zunächst steht das Duell beim SC Borgfeld an, dann geht es noch gegen den SFL Bremerhaven (5.) und OT Bremen (4.).
Angesichts dieses Programms nimmt sich das Saisonfinale der Borgfelder eher bescheiden aus. Der Tabellendritte bekommt es am Wochenende mit dem Schlusslicht SG Findorff (16.) zu tun. Es folgen die Spiele gegen Woltmershausen (9.), Melchiorshausen (10.), Wulsdorf (13.), und nach dem Duell mit dem ESC geht es zur TuSpo Surheide (6.) und gegen den SC Vahr-Blockdiek (8.). Leicht wird das nicht. Aber vermutlich leichter. Zumal Borgfeld spätestens seit dem vergangenen Wochenende gewarnt ist. Zwar gewann der SCB 7:4 beim ATSV Sebaldsbrück. Nach einer 4:0-Führung war der Gastgeber zwischenzeitlich aber bis auf 3:4 herangekommen. „Das Ergebnis spricht Bände: Hühnerhaufen gegen Hühnerhaufen“, sagt Persch. Allerdings würden solche Spiele dazugehören angesichts einer so jungen Mannschaft. Der 33-jährige Kapitän zählt nämlich zu den wenigen Ausnahmen im Aufgebot der Borgfelder. Der überwiegende Teil des Kaders ist deutlich jünger und verfügt über weniger Erfahrung. „Wir haben sogar ein paar Spieler unter 20 Jahren auf einem sehr hohen Niveau“, sagt Persch. Es sei normal, dass die jugendliche Elf noch nicht über so viel Konstanz verfügt. „Und dann muss man in Sebaldsbrück erst einmal gewinnen“, betont Persch. Der Kapitän zählt „die Geschlossenheit und die gute Stimmung“ zu den Stärken seiner Mannschaft. „Das ist sicher auch ein Erfolg unserer Trainer: Sie geben jedem seine Einsatzzeiten, und alle kommen mit Spaß zum Training“, so Persch. Deshalb würde in Borgfeld auch „keine Unruhe“ entstehen. Unruhe nicht. Aber positiver Stress. Denn die Wümme-Kicker wurden durch die neue Tabellenkonstellation schon ein bisschen elektrisiert. „Wir sind jetzt heiß“, sagt Persch.

Quelle: WESER - KURIER

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